Festveranstaltung 2026
Gemeinsame Festveranstaltung des Fachbereichs Chemie und des Freundes- und Fördervereins Chemie der Universität Hamburg e.V. am 3. Juli 2026

Am 3. Juli 2026 fand unsere diesjährige gemeinsame Festveranstaltung statt, auf der wir unsere besten Absolventen auszeichneten, die Promotionsurkunden des vergangenen Jahres sowie die goldenen Doktorurkunden anlässlich der 50. Wiederkehr der Promotion überreichten. Außerdem haben wir seit 2019 erstmals wieder die besten Lehrenden im Fachbereich ausgezeichnet.
Erfreulicherweise unterstützt die Ingeborg-Gross-Stiftung den Förderverein, indem sie die Preisgelder für die besten Masterabschlüsse und die beste Promotion (Ingeborg-Gross-Preise) finanziert. Vielen Dank hierfür.
Beste Studienabschlüsse 2025/2026:
- Nicolas Felix Schwark, 1. Staatsexamen Pharmazie
- Kathrin Henrieke Behrens, 2. Staatsexamen Pharmazie
- Jonas Morast, BSc Chemie
- Ina Freya Lis Zeller, BSc Molecular Life Sciences
- Sarah Lehnert, BSc Lebensmittelchemie
- Jarno Stark, BSc Nanowissenschaften
- Niclas Wüstling, MSc Chemie
- Lara Isabel Helbig, MSc Molecular Life Sciences
- Ina Marie Pistor, MSc Kosmetikwissenschaft
- Tobias Paul Hunscha, MSc Lebensmittelchemie
Beste Promotionen 2025/2026
Dr. Mattis-Ole Schmotz wurde mit dem Ingeborg-Gross-Preis für die besten Promotionen ausgezeichnet. Der Preis ist mit je 2.500 € dotiert. Weiterhin werden die Dissertationen von Dr. Stephanie Watermann (Arbeitsgruppe Dr. Hackl), Dr. Henriette Ebel (Arbeitsgruppe Prof. Grünewald), Dr. Michelle Vogts (Arbeitsgruppe Prof. Meier), Dr. Astrid Gedas (Arbeitsgruppe Prof. Weiß), Dr. Bente Siebels (Arbeitsgruppe Prof. Schlüter), Dr. Benedikt Ganter (Arbeitsgruppe Prof. Meier) und Dr. Felix Schmauder (Arbeitsgruppe Prof. Fischer) mit einem Preisgeld von je 500 € ausgezeichnet.
Laudatio zur Dissertation von Herrn Dr. Mattis-Ole Schmotz
„Hantzsch Esters: Versatile Reagents for Light-Driven C1 Functionalization”
Mattis-Ole Schmotz fertigte seine Dissertation als Stipendiat des FastTrack-Programms der Universität Hamburg und der Evonik-Stiftung unter der Betreuung von Axel Jacobi von Wangelin an. Thematisch siedelte die interdisziplinäre Arbeit an der Schnittstelle von Photochemie, Katalyse und nachhaltiger Methodenentwicklung.
Herr Schmotz griff in seiner Dissertation höchst aktuelle Themen der nachhaltigen Chemie auf, in deren Mittelpunkt die Fragestellung stand, inwieweit preiswerte, ungiftige und leicht zugängliche Heterocyclen als C1-Transfer-Reagenzien für C-C-Bindungsknüpfungen unter Belichtung eingesetzt werden können. Diese bestehende methodische Lücke füllte er eindrucksvoll und höchst erfolgreich. Neue Protokolle zur Bildung von Aminosäure-Derivaten, multifunktionalen Dicarbonyl-Verbindungen, Benzaldehyden und Thioacetalen konnten allesamt aus demselben Konzept der Bindungsaktivierung abgeleitet werden: der selektiven Photolyse von Donor-Akzeptor-Komplexen mit sichtbarem Licht. Sämtliche Kapitel der eingereichten Niederschrift der Dissertation brillierten durch exakte wissenschaftliche Studien, umfangreiche präparative und analytische Experimente sowie höchst kompetente und anschauliche Interpretationen der Ergebnisse. Herr Schmotz wies damit eindrucksvoll seine fachliche Expertise nach. Aus der von allen mündlichen und schriftlichen Prüfer:innen einstimmig mit der höchsten Auszeichnung (summa cum laude) bewerteten Dissertation sind zwei Veröffentlichungen bereits erschienen, vier weitere befinden sich in Einreichung, Begutachtung oder Revision. Die grundlegenden Erkenntnisse aus der Dissertation bilden aktuell die Grundlage für zwei laufende Masterarbeitsprojekte.
Der Herrn Schmotz zuerkannte Ingeborg-Gross-Preis für die beste Promotion des Fachbereichs Chemie der Uni Hamburg 2026 reiht sich ein in die Serie seiner vorhergehenden Auszeichnungen zum besten Abitur, besten Bachelor- und Master-Abschluss sowie als Stipendiat des FastTrack-Programms und der Evonik-Stiftung. Herr Schmotz treibt aktuell seine wissenschaftliche Karriere als Postdoktorand am Max-Planck-Institut für Energiekonversion über elektrochemischen Prozessen voran und wird als Alumnus der UHH ein sichtbares Aushängeschild für die wissenschaftliche Ausbildung an unserem Fachbereich sein.
(Axel Jacobi von Wangelin)

Beste Lehrende SoSe 2025 und WiSe 2025/26
Zuletzt haben wir die besten Lehrenden im Fachbereich Chemie 2019 ausgezeichnet. Während der Corona-Pandemie ist dies ausgefallen, außerdem war es unklar, wer aus Datenschutzgründen die Evaluationsergebnisse einsehen darf, um die besten Lehrenden ermitteln zu können. Inzwischen wurde das Problem gelöst und der Qualitätszirkel Chemie hat die besten Lehrenden des Jahres 2025/26 anhand der Rückläufe aus der Lehrveranstaltungsevaluationen ermittelt.
In der Rubrik bestes Seminar/Übungen überzeugte das Seminar zur Klinischen Pharmazie II von Prof. Sebastian Wicha. Besonders hervorgehoben wird von den Studierenden, dass der Dozent den Praxisbezug zum Apothekerleben besonders gut vermittelt, Pausen zur Konzentration einbaut und die Mitarbeit fördert.
Zur besten Wahlpflichtvorlesung wurden die Power-to-X-Technologien von Prof. Jakob Albert gewählt. Geschätzt wird die Verknüpfung von Theorie und praktischer Anwendung sowie die aktuelle Relevanz der Thematik.
Als beste Pflichtvorlesung wir die Allgemeine Chemie mit Übungen von Dr. Felix Brieler ausgezeichnet. Besonders hervorgehoben wird von den Studierenden die Nutzung von Particify, um Fragen stellen zu können. Des Weiteren werden sein gutes Tafelbild, sein Humor und die Begeisterung für sein Fach gelobt.
Für besonders wichtig halten wir die studentischen Tutorien, die uns in der Lehre sehr unterstützen. Besonders hervorgetan hat sich hier Moritz Günther, der die besten beiden Übungen geleitet hat. Den Preis bekommt er für die Übungen zu Organisch-chemischen Nanomaterialien. Die Kommilitonen schätzen es, dass er schwierige Inhalte gut erklären kann und es nie langweilig wird.