Prof. Reinhard Kramolowsky zum 90. Geburtstag
26. Dezember 2025, von Axel Jacobi

Foto: T. Behrens
Und wieder mal zeigt sich, wie gut die Auswirkungen von intensiver Beschäftigung mit Anorganischer Chemie bis ins hohe Alter sein können. Prof. Reinhard Kramolowsky, ein langjähriger Kollege des Instituts für Anorganische Chemie, tritt im Dezember in die zehnte Dekade seines Lebens ein und erfreut sich weiterhin guter Laune. Herzlichen Glückwunsch!
Prof. Reinhard Kramolowsky begann seine wissenschaftliche Laufbahn in München, wo er studierte und 1962 bei Walter Hieber, dem Vater der Metallcarbonyl-Chemie, promovierte. Weil die Hieber‘sche Basenreaktion schon erfunden war, widmete er sich vorrangig Nitrosyl-Metallkomplexen. Ein knappes Jahr vor Günter Klar wechselte Prof. Kramolowsky 1963 an die Universität Hamburg, zunächst in die Arbeitsgruppe von Prof. Reinhard Nast. Als Professor forschte er von 1977 bis zum Ruhestand 2002 an schweren Übergangsmetall-Komplexen mit vorrangig Phosphor- und Schwefel-Liganden. In der Lehre zeigte Kramo, wie er freundschaftlich und seinem fröhlichen Naturell entsprechend gern genannt wurde, großes Engagement für alle Aspekte von Koordinationschemie und wusste sich auch in den Details von Tanabe-Sugano-Diagrammen gründlich auszutoben. Er kämpfte auch neben der Chemie für die Belange des Fachbereichs, u.a. im Akademischen Senat und anderen Gremien, die ihn zu einem fundierten Kenner der knappen Geldströme machten. Heute wandelt Kramo immer noch recht regelmäßig durch das Institut und ist jederzeit für einen fröhlichen Schnack zu haben.
Unser Fachbereich kann sich glücklich schätzen, solch kompetenten und rüstigen Kollegen als Ehemaligen in unserem Umfeld zu wissen. Das Institut für Anorganische Chemie und der gesamte Fachbereich Chemie gratuliert Herrn Prof. Kramolowsky herzlichst zu seinem Geburtstag im Dezember. Wir senden beste Wünsche für Gesundheit und Frohsinn sowie besinnliche Feiertage!

