Prof. Günter Klar zum 90. Geburtstag
12. Dezember 2025, von Axel Jacobi

Foto: C. Wittenburg
Und wieder mal zeigt sich, wie gut die Auswirkungen von intensiver Beschäftigung mit Anorganischer Chemie bis ins hohe Alter sein können. Prof. Günter Klar, ein langjähriger Kollege des Instituts für Anorganische Chemie, tritt im Dezember in die zehnte Dekade seines Lebens ein und erfreut sich weiterhin guter Laune. Herzlichen Glückwunsch!
Prof. Günter Klar stammt aus Heidelberg, wo er auch Chemie studierte und mit seiner Promotion über Organometallchemie 1963 auch dem späteren Nobelpreisträger und Vater der Olefinchemie Georg Wittig zum wissenschaftlichen Erfolg verhalf. 1964 wechselte er an die Universität Hamburg, um seine unabhängigen Forschungsarbeiten zu anorganischen π-Systemen der schwereren Hauptgruppenelemente zu beginnen. 1974 erfolgte die Habilitation, 1977 die Beförderung zum Professor. Bis zu seinem Ruhestand im Jahr 2000 beschäftigte sich Prof. Klar mit der Synthese und Charakterisierung von cyclischen Liganden-Architekturen mit aromatischen und schweren heteroatomaren Substituenten, die spannende elektronische, sterische und Komplexierungseigenschaften aufwiesen. In der Lehre war Günter Klar ebenfalls stark engagiert, mit besonderem Fokus auf die Chemie der Hauptgruppenelemente und langjährig auch die Experimentalvorlesung. Mein Kollege Michael Fröba kann sich als damaliger Juniorpartner noch gut an gemeinsame mündliche Abschlussprüfungen erinnern, die wohl immer von spannenden Gesprächen und freundlicher Stimmung geprägt waren. Auch heute ist Herr Prof. Klar noch ab und zu im Hause anzutreffen, zuletzt als Gast der Festveranstaltung im Sommer.
Unser Fachbereich kann sich glücklich schätzen, solch kompetenten und rüstigen Kollegen als Ehemaligen in unserem Umfeld zu wissen. Das Institut für Anorganische Chemie und der gesamte Fachbereich Chemie gratuliert Herrn Prof. Klar herzlichst zu seinem Geburtstag im Dezember. Wir senden beste Wünsche für Gesundheit und Frohsinn sowie besinnliche Feiertage!

