BioValCat ERC Symposium bringt internationale Katalyseforschung nach Hamburg
16. März 2026

Foto: FB Chemie
Am 25.–26. Februar 2026 fand das BioValCat ERC Symposium am Fachbereich Chemie der Universität Hamburg statt. Die Veranstaltung wurde von der Arbeitsgruppe von Prof. Dr.-Ing. Jakob Albert am Institut für Technische und Makromolekulare Chemie im Rahmen des ERC Consolidator Grant Projekts BioValCat – Enhanced Biomass Valorisation by Engineering of Polyoxometalate Catalysts organisiert.
Das BioValCat-Projekt hat zum Ziel, neue katalytische Prozesse für die effiziente Umwandlung von nachwachsender Biomasse in wertvolle Chemikalien zu entwickeln. Im Mittelpunkt steht dabei die Entwicklung und das Verständnis polyoxometallatbasierter homogener Katalysatoren für selektive Oxidationsreaktionen, die nachhaltige Synthesewege zu Plattformmolekülen wie Ameisensäure und weiteren wertvollen Produkten ermöglichen. Durch die Kombination von Katalysatorentwicklung, mechanistischen Untersuchungen, Reaktionstechnik und Prozessmodellierung sollen Technologien zur Biomasseverwertung in Richtung industriell relevanter Anwendungen weiterentwickelt werden.
Das zweitägige Symposium brachte internationale Expertinnen und Experten sowie Projektpartner aus den Bereichen Katalyse, Reaktionstechnik und nachhaltige Chemie zusammen. Das wissenschaftliche Programm umfasste Plenarvorträge von Prof. Jason Hallett (Imperial College London), Prof. Anders Riisager (Technische Universität Dänemark) und Prof. Sébastien Floquet (Université de Versailles Saint-Quentin-en-Yvelines), die aktuelle Entwicklungen in den Bereichen nachhaltige Katalyse, Biomasseumwandlung und Polyoxometallat-Chemie präsentierten.
Neben den Plenarvorträgen beinhaltete das Programm wissenschaftliche Beiträge eingeladener Sprecherinnen und Sprecher sowie Kooperationspartner, darunter Dr. Maximilian Poller (Universität Hamburg), Prof. Jerrik Mielby (Technische Universität Dänemark), Dr. Mohamed Haouas (Université de Versailles Saint-Quentin-en-Yvelines), Dr. David Robinson (Nottingham Trent University), Dr. Sonja Mürtz (RWTH Aachen), Jun.-Prof. Dr. Anna Beine (Universität Siegen), Prof. Dr. Matthias Stein (Max-Planck-Institut für Dynamik komplexer technischer Systeme) sowie Prof. Dr. Christoph Held (TU Dortmund).
Mehrere Postersessions boten Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern die Gelegenheit, ihre Arbeiten vorzustellen und mit den Teilnehmenden zu diskutieren. Der Posterpreis wurde an Elisabeth Hundt (Universität Hamburg) für ihren Beitrag „Molecular Polyoxometalate Catalysis for Selective Biomass Valorisation to Lactic Acid“ verliehen.
Neben dem wissenschaftlichen Programm hatten die Teilnehmenden außerdem die Möglichkeit, die Labore der Arbeitsgruppe Albert zu besichtigen und sich im Rahmen informeller Networking-Veranstaltungen auszutauschen. Das Symposium bot eine Plattform für wissenschaftliche Diskussionen und stärkte internationale Kooperationen im Bereich der katalytischen Biomasseverwertung.
Weitere Informationen und Neuigkeiten zum BioValCat-Projekt, einschließlich aktueller Forschungsaktivitäten, werden auf der LinkedIn-Seite des Projekts veröffentlicht.
Die Organisatoren danken allen Vortragenden und Teilnehmenden für zwei Tage inspirierender Diskussionen und eines wertvollen wissenschaftlichen Austauschs.

