Ingeborg-Gross-Preis 2026 für die beste Promotion: Mattis-Ole Schmotz
7. Juli 2026
Am 3. Juli 2026 wurde Mattis-Ole Schmotz auf der gemeinsamen Festveranstaltung des Fachbereichs Chemie und des Freundes- und Fördervereins Chemie der Universität Hamburg e.V. der Ingeborg-Gross-Preis für die beste Promotion im Fachbereich Chemie 2025/2026 mit dem Ingeborg-Gross-Preis ausgezeichnet.

Mattis-Ole Schmotz fertigte seine Dissertation mit dem Thema „Hantzsch Esters: Versatile Reagents for Light-Driven C1 Functionalization” als Stipendiat des FastTrack-Programms der Universität Hamburg und der Evonik-Stiftung unter der Betreuung von Axel Jacobi von Wangelin an. Thematisch siedelte die interdisziplinäre Arbeit an der Schnittstelle von Photochemie, Katalyse und nachhaltiger Methodenentwicklung.
Herr Schmotz griff in seiner Dissertation höchst aktuelle Themen der nachhaltigen Chemie auf, in deren Mittelpunkt die Fragestellung stand, inwieweit preiswerte, ungiftige und leicht zugängliche Heterocyclen als C1-Transfer-Reagenzien für C-C-Bindungsknüpfungen unter Belichtung eingesetzt werden können. Diese bestehende methodische Lücke füllte er eindrucksvoll und höchst erfolgreich. Neue Protokolle zur Bildung von Aminosäure-Derivaten, multifunktionalen Dicarbonyl-Verbindungen, Benzaldehyden und Thioacetalen konnten allesamt aus demselben Konzept der Bindungsaktivierung abgeleitet werden: der selektiven Photolyse von Donor-Akzeptor-Komplexen mit sichtbarem Licht. Sämtliche Kapitel der eingereichten Niederschrift der Dissertation brillierten durch exakte wissenschaftliche Studien, umfangreiche präparative und analytische Experimente sowie höchst kompetente und anschauliche Interpretationen der Ergebnisse. Herr Schmotz wies damit eindrucksvoll seine fachliche Expertise nach. Aus der von allen mündlichen und schriftlichen Prüfer:innen einstimmig mit der höchsten Auszeichnung (summa cum laude) bewerteten Dissertation sind zwei Veröffentlichungen bereits erschienen, vier weitere befinden sich in Einreichung, Begutachtung oder Revision. Die grundlegenden Erkenntnisse aus der Dissertation bilden aktuell die Grundlage für zwei laufende Masterarbeitsprojekte.
Der Herrn Schmotz zuerkannte Ingeborg-Gross-Preis für die beste Promotion des Fachbereichs Chemie der Uni Hamburg 2026 reiht sich ein in die Serie seiner vorhergehenden Auszeichnungen zum besten Abitur, besten Bachelor- und Master-Abschluss sowie als Stipendiat des FastTrack-Programms und der Evonik-Stiftung. Herr Schmotz treibt aktuell seine wissenschaftliche Karriere als Postdoktorand am Max-Planck-Institut für Energiekonversion über elektrochemischen Prozessen voran und wird als Alumnus der UHH ein sichtbares Aushängeschild für die wissenschaftliche Ausbildung an unserem Fachbereich sein.
