Dr. Edzard Spillner                                                                      

Abteilung für Biochemie und Molekularbiologie
Martin-Luther-King Platz 6     -     20146 Hamburg

Telefon: 040 / 42838 - 6982, Fax: - 7255
E-Mail:
spillner@chemie.uni-hamburg.de

Wissenschaftlicher Werdegang: Studium der Chemie in Kiel und Hamburg, Diplomarbeit und Dissertation im Fachbereich Chemie der Universität Hamburg, Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Biochemie und Molekularbiologie seit 2002
Kooperationen:
ZMNH, TU München, RINA GmbH, PLS-Design GmbH, University of Irvine

 

       

     
  Antikörper- und  cDNA-Bibliotheken, Phage Display, kombinatorische Verfahren, Engineering von Immunglobulinen, aviane Antikörper, Fc-Rezeptoren und Enzymen, rekombinante Allergene  
     

 

Forschung

Der Projekte des Arbeitsbereiches beschäftigen sich mit molekular-immunologischen Fragestellungen vor dem Hintergrund von Antikörper-basierten Forschungs- und Therapie-Ansätzen.

Aktuelle Projekte:

 

Verschiedene Aspekte dieser Projekte sind in den folgenden Abschnitten näher erläutert:


Kombinatorische Selektion von Antikörper- und Peptid-Bibliotheken
Physiologisch relevante wie synthetische Liganden wie Antikörper-Fragmente, Protein-Domänen, oder Peptid-Strukturen lassen sich aus kombinatorischen Bibliotheken hoher Diversität isolieren. Grundlage solcher Anwendungen ist dabei stets die Erstellung und die Selektion entsprechender Bibliotheken.
Einer der grundlegenden Verfahren zur Selektion solcher kombinatorischen Protein- oder Peptid-Bibliotheken beruht auf der Präsentation auf der Oberfläche von Phagen, dem sog. Phage Display, und iterativer Anreicherung über die Interaktion der Proteine mit entsprechenden Zielmolekülen.
(mehr...)

Chimäre und  humane Antikörper
Für Antikörper-Fragmente und andere, aus Bibliotheken isolierte Liganden ergibt sich im Anschluß an eine Selektion meist die Notwendigkeit, den Kontext von intakten Proteine wieder herzustellen. Für unterschiedliche Anwendungen in Therapie, Diagnostik, und Forschung sind die Anforderungen naturgemäß unterschiedlich. Um physiologische Funktionen der Antikörper zu erzielen, ist oft die Etablierung vollständig humaner Antikörper notwendig. (mehr ...)

Aviane Antikörper
Alternativ zu Antikörpern aus Säugetieren bieten Antikörper aus phylogenetisch entfernteren Spezies signifikante Vorteile hinsichtlich ihrer Struktur, ihrer Epitop-Spektren sowie ihrer Reaktivitäten mit Serum-Komponenten und Fc-Rezeptoren. Aviane IgY-Antikörper zeigen z.B. keine Interaktion mit Superantigenen wie Protein A oder G, keine Bindung an Fc-Rezeptoren, außerordentlich geringe Reaktivitäten mit heterophilen Antikörpern, etc. (mehr ...)

Fc-Rezeptoren
Für die Vermittlung der Antikörper-mediierten Effekte spielen die Fc-Rezeptoren eine entscheidende Rolle, denen zudem eine regulatorische Funktion zukommt. Dabei variieren die Rezeptoren hinsichtlich ihrer Spezifität und Affinität zu unterschiedlichen Isotypen und Subklassen beträchtlich. Disregulation des Fc-Rezeptor-Signallings kann dabei zu Autoimmunität führen. Für die Evaluierung der Funktionalität von Antikörper-Derivaten, für die Analyse der molekularen Mechanismen sowie für unterschiedliche immunologische Nachweisverfahren verfolgen wir die rekombinante Expression von verschiedenen Fc-gamma und Fc-epsilon-Rezeptoren und Rezeptor-Fusionsproteinen. (mehr ...)

Komplement und Inflammation
Ein zentraler Bestandteile der innaten Immunantwort ist das Komplement-System, das sich aus einer Vielzahl von löslichen und membranständigen Proteinen zusammensetzt und zu Opsonisierung und Lyse von Zielzellen führt, bei Disregulation oder Überaktivierung jedoch pathologische Prozesse mediiert.
Zentrale Komponente ist dabei das C3, das durch Assoziation mit einem weiteren Protein einen Enzym-Komplex bildet, der proteolytisch aktivierend und signalverstärkend wirkt. Als Ansatz zur gezielten Modulation des Komplement-Systems und für die Erstellung von Struktur/Funktionsbeziehungen beschäftigen wir uns mit der Modifikation dieses Proteins. (mehr ...)

Rekombinante Allergene
Im Rahmen weiterer Projekte befassen wir uns mit der Isolierung, Charakterisierung, rekombinanter Expression sowie Engineering von Allergenen. Der Fokus liegt hierbei u.a. auf Insektengift-Allergenen. Neben der Analyse der molekularen Interaktion von Allergenen mit allergenspezifischen Antikörpern und den zugehörigen Rezeptoren stehen vor allem diagnostische wie therapeutische Fragestellungen im Vordergrund. Durch die Bereitstellung von bislang nicht rekombinant verfügbaren Allergenen ist eine Optimierung der spezifischen Immuntherapie (SIT) möglich. Zudem wird durch Eliminierung von B-Zell-Epitopen eine Erzeugung hypoallergener Varianten angestrebt. (mehr ...)

 

Einige dieser Arbeiten werden in Kooperation mit der TU München und PLS-Design  durchgeführt.
Rekombinante Antikörper / IgY-Technologie
CompDepletin
rekombinante Allergene
IgE Quantifizierung