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Universität Hamburg Fachbereich Chemie



Inhalt:
 Allgemeine Informationen zur Lehre am Institut für Pharmazie
Folgende, immer wieder gestellte Fragen zum Studiengang Pharmazie in Hamburg werden in diesem Abschnitt beantwortet:  Was wird im Studiengang Pharmazie gelehrt?

Die Studierenden der Pharmazie beschäftigen sich während ihres Studiums mit den Pharmazeutischen Wissenschaften, d. h. den Wissenschaften vom Arzneimittel. Die dafür notwendigen naturwissenschaftlichen Grundlagen aus den Bereichen Biochemie, Biologie, Chemie, Mathematik, Medizin und Physik werden in der ersten Phase des Studiums, dem Grundstudium, vermittelt. Im anschließenden Hauptstudium stehen dann die Spezialdisziplinen Pharmazeutische Biologie, Pharmazeutische Chemie, Pharmazeutische Technologie, Pharmakologie und Klinische Pharmazie im Vordergrund. Daneben wird weiteres Grundlagenwissen erarbeitet, insbesondere aus dem medizinischen Bereich. Daraus ergibt sich eine große Vielseitigkeit der Lehrinhalte, die für das Pharmaziestudium ebenso charakteristisch ist wie der für ein naturwissenschaftliches Studium hohe Anteil praktischer Lehrveranstaltungen. In den Praktika bearbeiten die Studierenden unter Anleitung unterschiedliche Aufgabenstellungen wie beispielsweise 

  • Herstellung von Arzneiformen (z.B. Salben, Zäpfchen, Tabletten)
  • Mikroskopische Untersuchung von Gewebeschnitten
  • Bestimmung von Arzneipflanzen bei Exkursionen im Gelände
  • Anlegen von Bakterienkulturen
  • Identifikation von Wirkstoffen in Arzneimitteln
  • Untersuchung von Körperflüssigkeiten auf Inhaltsstoffe
  • Blutdruck messen
  • Analyse von pflanzlichen Drogen
  • Synthese von pharmazeutischen Wirkstoffen
  • Prüfung von pharmazeutischen Rohstoffen nach den Regeln der Arzneibücher   

    und vieles andere mehr.

Die Pharmazeutische Biologie beschäftigt sich insbesondere mit Arzneipflanzen als Lieferanten pflanzlicher Drogen und pflanzlicher Wirkstoffe. Die dazu notwendigen Kenntnisse der Botanik werden im Grundstudium theoretisch und praktisch erarbeitet. Darüber hinaus werden in der Pharmazeutischen Biologie Grundlagen der Humanbiologie, der Immunologie, der Biotechnologie und der Mirkrobiologie vermittelt.

Die Wirkstoffe in Arzneimitteln sind chemische Verbindungen; daher ist die Chemie in der Ausbildung eines der Hauptfächer. Chemische Teilgebiete, die durch spezielle Veranstaltungen vermittelt werden, sind neben pharmazeutischer Chemie die allgemeine und anorganische Chemie, physikalische Chemie, organische Chemie und Biochemie.

Die Arzneiformenlehre und pharmazeutische Technologie ist für die spätere berufliche Tätigkeit vieler Absolventen besonders bedeutsam, denn in der Industrie und in den Krankenhausapotheken sind viele Apotheker mit der Herstellung und Prüfung von Arzneiformen sowie der Qualitätssicherung dieser Prozesse beschäftigt. Dieses Fach wird daher in mehreren theoretischen sowie zwei praktischen Lehrveranstaltungen angeboten. Des weiteren werden in diesem Fach biopharmazeutische Aspekte der Arzneiformulierung vermittelt. Im Vordergrund steht hierbei die Frage, inwieweit durch die Arzneiform die Wirkung beeinflußt werden kann.

In den medizinischen Disziplinen, die für das Verständnis der Wirkungsweise von Arzneimitteln und damit auch für die Beratung von Patienten wichtig sind, werden Pharmakologie und Toxikologie, Physiologie, Pathophysiologie, medizinische Mikrobiologie und Ernährungsphysiologie gelehrt.

Die klinische Pharmazie stellt die therapeutische Anwendung von Arzneimitteln in den Mittelpunkt. In diesem Zusammenhang werden vielseitige interdisziplinäre Themen bearbeitet, wie ökonomische und epidemiologische Aspekte und die anwendungsbezogene Beratung von Ärzten und Patienten bei der Arzneimitteltherapie.

In allen Gebieten der Pharmazie dominieren analytische Fragestellungen. Neben einfachen Untersuchungsmethoden lernen die Studierenden in entsprechend eingerichteten Praktika mit technisch aufwändigen computergesteuerten Analysengeräten selbständig zu arbeiten. 

Im Haupstudium besteht für alle Studierenden die Möglichkeit, in einem Wahlpflichtpraktikum einen individuellen Studienschwerpunkt zu bilden, in dem unter Anleitung an aktuellen Forschungsthemen mitgearbeitet werden kann. Die Integration in die laufende Forschung ermöglicht interessante Einblicke in den modernen Wissenschaftsbetrieb, vermittelt zusätzliche Kenntnisse und Fähigkeiten in einer Spezialdisziplin und bereitet auf eine spätere Tätigkeit in Wissenschaft und Forschung vor.

Damit bereits während des Studiums Einblicke in die pharmazeutische Praxis in Apotheke, Krankenhaus oder Industrie vermittelt werden, absolvieren die Studierenden während der Semesterferien im Grundstudium eine achtwöchige Famulatur (Betriebspraktikum). 

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Welche Prüfungen sind abzulegen?

Für das Studium der Pharmazie gilt eine staatliche Prüfungsordnung, die Approbationsordnung für Apotheker (AAppO). In dieser Ordnung ist festgelegt, wie die Pharmazeutische Prüfung abgelegt wird. Seit dem Oktober 2001 gilt eine novellierte Fassung der Approbationsordnung.

Die Pharmazeutische Prüfung wird auch Staatsexamen genannt, da sie im Gegensatz zu einer Universitätsprüfung eine staatliche Prüfung ist, die vor dem Landesprüfungsamt für Heilberufe abgelegt wird. Wer alle drei Abschnitte der Pharmazeutischen Prüfung bestanden hat, kann die Approbation als Apotheker beantragen. Nur nach Erteilung der Approbation darf man unter dieser Berufsbezeichnung als Apothekerin oder Apotheker arbeiten. 

Die Pharmazeutische Prüfung wird in drei Abschnitten abgelegt. Der Erste Teil wird nach erfolgreichem Grundstudium, also nach den ersten vier Semestern, schriftlich in den folgenden Fächern abgelegt:

  • Allgemeine, anorganische und organische Chemie
  • Grundlagen der pharmazeutischen Biologie und der Humanbiologie
  • Grundlagen der Physik, der physikalischen Chemie und der Arzneiformenlehre 
  • Grundlagen der pharmazeutischen Analytik.


Der Zweite Teil der Pharmazeutischen Prüfung wird nach dem Hauptstudium abgelegt, also nach einem insgesamt achtsemestrigen Pharmaziestudium, und zwar mündlich in den Fächern

  • Pharmazeutische/Medizinische Chemie
  • Pharmazeutische Biologie
  • Pharmazeutische Technologie/Biopharmazie
  • Pharmakologie und Toxikologie.
  • Klinische Pharmazie


Nach bestandenem Zweiten Teil der Pharmazeutischen Prüfung ist das Pharmaziestudium beendet, und es schließt sich die einjährige praktische Ausbildung in Apotheke, Krankenhaus oder Industrie an. Nach diesem Abschnitt wird die Ausbildung mit dem Dritten Teil der Pharmazeutischen Prüfung beendet. Dieser Abschnitt wird wiederum mündlich abgelegt in den Fächern 

  • Pharmazeutische Praxis
  • Spezielle Rechtsgebiete für Apotheker.
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Wo werden die Lehrveranstaltungen absolviert?

Der überwiegende Teil der Lehrveranstaltungen wird in den Räumen des Instituts für Pharmazie absolviert. Einige Vorlesungen finden auch in den unmittelbar benachbarten Hörsälen des Fachbereichs Chemie statt. Einige Praktika mit medizinischen Inhalten, wie der Kursus der Physiologie und der Pharmakologisch-toxikologische Demonstrationskurs, finden in speziellen Kursräumen im Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) statt. 

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Wie lange dauert das Studium?

Durch die Approbationsordnung ist eine Mindeststudiendauer von acht Semestern festgelegt. Der Studienplan Pharmazie der Universität Hamburg stellt sicher, dass das Studium in der Regel auch in diesem Zeitraum bewältigt werden kann und von vielen Studierenden auch absolviert wird. 

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Wo bewirbt man sich um einen Studienplatz?

Die Studienplätze für Pharmazie werden für Deutsche oder Ausländer mit deutscher Hochschulzugangsberechtigung von der "Stiftung für Hochschulzulassung" (http://hochschulstart.de/) zentral vergeben. Das CampusCenter der Uni Hamburg bietet Informationen zur Anerkennung ausländischer Schulbildung.

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Worin unterscheidet sich das Hamburger Pharmaziestudium vom Studiengang an anderen deutschen Universitäten?

Die Studienpläne, das heißt die semesterweise Gliederung der Lehrveranstaltungen, differieren an den einzelnen Hochschulen erheblich. Der Hamburger Studienplan zeichnet sich dadurch aus, dass die praktischen Lehrveranstaltungen in jedem Jahr in der Regel einmal angeboten werden (Jahreszulassung). Der Studienplan ist außerdem so konzipiert, dass ein Wechsel zwischen Hamburg und anderen Studienorten möglich ist.

Da die Prüfungsinhalte der Pharmazeutischen Prüfung und auch viele Lehrveranstaltungen bundeseinheitlich durch die Approbationsordnung geregelt sind, sind die Lehrinhalte an den verschiedenen deutschen Universitäten sehr ähnlich. An einzelnen Universitäten können jedoch durchaus Schwerpunkte gesetzt werden, die sich aus besonderen Stärken in der Forschung oder besonderen Ausstattungsmerkmalen ergeben.  In Hamburg bestehen solche Schwerpunkte z. B. im Bereich der pharmazeutischen Mikrobiologie, der instrumentellen Analytik und der Herstellung steriler Arzneiformen in der pharmazeutischen Technologie. Weitere Schwerpunkte können von den Studierenden im Bereich des Wahlpflichtfaches selbst ausgewählt werden. 

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Kann man von anderen Studienorten nach Hamburg wechseln?

Ein solcher Wechsel ist prinzipiell möglich, und zwar im Grund- und Hauptstudium. Voraussetzung ist, dass in Hamburg ein entsprechender Platz frei ist und die Bewerberin oder der Bewerber die erforderlichen Voraussetzungen für einen Wechsel aufweist. Dazu gehören die Nachweise über die absolvierten Studienleistungen (Scheine) am früheren Studienort sowie ein bisher zügiger Studienverlauf. Die günstigsten Termine für den Wechsel von einem anderen Studienort nach Hamburg liegen nach dem ersten oder nach dem vierten Semester. 
Bewerbungsunterlagen können aus dem Internet von der Homepage der Universität Hamburg geladen werden. Die Unterlagen können auch per Postkarte angefordert werden bei der Zulassungsstelle der Universität, Edmund-Siemers-Allee 1, 20146 Hamburg. Ausländische Bewerberinnen und Bewerber finden Informationen zur Anerkennung ausländischer Schulbildung beim CampusCenter der Uni Hamburg


Alle Angaben ohne Gewähr!

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Seiteninfo: Impressum | Letzte Aktualisierung am 12. März 2012 durch Ziehe

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