Informationen für Studieninteressierte
Vortrag: "Was wie wofür studieren?" von Prof. Fischer
Angebote für Schulen
Auf
dieser Seite des Fachbereichs Chemie werden Veranstaltungen für Schülerinnen und Schüler sowie Lehrerinnen und Lehrer und auch andere an der Chemie interessierte Personen angekündigt.
Hier finden Sie die Fotos des Schülerferienkurses vom 13. und 14. Oktober 2010, die in der LC aufgenommen wurden:
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Was ist Lebensmittelchemie?
 | Die Lebensmittelchemie ist eine multidisziplinäre Wissenschaft und umfasst die chemische und mikrobiologische Untersuchung sowie rechtliche Beurteilung - der Zusammensetzung der meist komplex aufgebauten Lebensmittel sowie ihrer Rohstoffe,
- von erlaubten Zusatzstoffen (z. B. Konservierungsstoffen) und
- von unerwünschten Inhaltssoffen (z. B. Pestizide oder Schwermetalle).
Ein weiteres Ziel ist die Aufklärung von Reaktionsabläufen in Lebensmitteln bei der Lagerung, Verarbeitung und Zubereitung, um mit den so gewonnenen Kenntnissen die Qualität der Erzeugnisse verbessern zu können. Neben Lebensmitteln werden auch Bedarfsgegenstände, Genussmittel, Kosmetika, Trink-, Brauch- und Abwasser und Futtermittel untersucht.
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Die Ausbildung an der Universität Hamburg
Die Ausbildung zum Lebensmittelchemiker ist in
Hamburg durch eine Prüfungsordnung geregelt, die eine wissenschaftliche
Ausbildung an der Universität und ein einjähriges Praktikum sowie eine
Vorprüfung und zwei Staatsprüfungen vorsieht.
Grundstudium und Vorprüfung
Das Grundstudium wird zusammen mit den Studierenden des
Bachelor-Studienganges Chemie durchgeführt und beinhaltet Vorlesungen
und Praktika in den Fächern Organische, Anorganische, Physikalische und
Analytische Chemie, Botanik, Biochemie und Physik. Das Grundstudium
schließt mit eine mündlichen Vorprüfung in diesen Fächern ab.
Hauptstudium und Erstes Staatsexamen
Das Hauptstudium der Lebensmittelchemie zeichnet sich durch den Schwerpunkt in der Analytik aus und ermöglicht durch eine umfangreiche apparative Ausstattung eine fundierte Ausbildung in allen relevanten chromatographischen, spektroskopischen sowie lebensmittelchemischen/biochemischen Methoden.
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 | Vorlesungen in den Fächern - Lebensmittelchemie
- Ernährungslehre
- Lebensmittelhygiene
- Toxikologie
- Lebensmitteltechnologie
- Grundlagen des Lebensmittelrechts
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Praktische Ausbildung mit Seminaren- Untersuchung von Lebensmitteln
- Untersuchung von Kosmetika und Bedarfsgegenständen
mittels umfangreicher moderner apparativer Analytik sowie chemischer, mikroskopischer und mikrobiologischer Untersuchungsmethoden.
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Analytik von Lebensmitteln, Kosmetika und Bedarfsgegenständen
Lebensmittel, Kosmetika und Bedarfsgegenstände werden sowohl klassisch nasschemisch als auch mit modernen apparativen Methoden untersucht. Inhaltsstoffe können so identifiziert und Aussagen über ihre Mengen gemacht werden.
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MikrobiologieDie Mikrobiologie dient dem Lebensmittelchemiker zur Identifizierung von Mikroorganismen (Bakterien, Hefen, Viren) in Lebensmitteln. So können erwünschte Mikroorganisment wie z.B. bei der Käseherstellung als auch unerwünschte krankheitsverursachende Mikroorganismen wie z.B. Salmonellen oder Schimmelpilze nachgewiesen und charakterisiert werden.
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BotanikLebens- und Futtermittel können anhand ihrer botanischen Merkmale identifiziert werden. Hierzu bedient sich der Lebensmittelchemiker makroskopischer sowie mikroskopischer Methoden. Zu diesem Fachgebiet gehört ebenfalls die Genetik.
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LebensmittelrechtDie Begutachtung von Lebensmitteln stellt einen Aufgabenbereich des Lebensmittelchemikers dar. Das Lebensmittelrecht beinhaltet neben dem Lebensmittel- und Futtermittelgesetzbuch (LFGB) zahlreiche nationale und europäische Richtlinien, Verordnungen und Leitsätze.
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 | Erste Staatsprüfung- drei mündliche Prüfungen in den Fächern Lebensmittelchemie, Mikrobiologie und Botanik
- vier praktische Prüfungen mit den Themen Analytik eines Lebensmittels und je einer Aufgabe aus der chemisch-toxikologischen Analytik, der Mikrobiologie und der Botanik
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Diplom in LebensmittelchemieAn der Universität Hamburg ist es möglich, eine sechsmonatige wissenschaftliche Arbeit anzufertigen.
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Praktisches Jahr und Zweites Staatsexamen
Die Ausbildung findet an einer öffentlich-rechtlichen Untersuchungsanstalt statt und umfasst 12 zusammenhängende Monate. Davon können sechs Monate auch an einer anderen anerkannten Institution oder Firma z.B. in einem Handelslabor verbracht werden.
Bei der Ausbildung sollen die im Studium erworbenen Kenntnisse angewendet und ein Überblick über die fachlichen Zusammenhänge erhalten werden. Es sollen weiterhin Untersuchungen in der amtlichen Lebensmittelüberwachung durchgeführt werden. Außderdem wird das Erkennen und Lösen von Problemen angestrebt. Im Rahmen der rechtlichen Beurteilung wird die Erstellung amtlicher Gutachten erlernt.
Die Prüfung besteht aus drei praktischen Untersuchungen und lebensmittelrechtlichen Beurteilungen eines Lebensmittels, eines Bedarfsgegenstandes bzw. Kosmetikums und einesTrinkwassers.
Im Anschluss erfolgt eine halbstündige mündliche Prüfung in Lebensmittelrecht und Praxis der Lebensmittelüberwachung.
Nach bestandenem Zweiten Staatsexamen trägt der Absolvent
die Berufsbezeichnung
"Staatlich geprüfte(r) Lebensmittelchemiker(in)"
Berufsbild Lebensmittelchemiker
Lebensmittelchemiker beschäftigen sich mit der Analyse von Rohstoffen, Halbfertigprodukten und Lebensmitteln. Auf Basis der experimentell ermittelten Ergebnisse führen sie eine umfassende Bewertung nach lebensmittelrechtlichen Vorgaben und toxikologischen Kriterien durch. Darüber hinaus bearbeiten Lebensmittelchemiker Themen der Grundlagenforschung (z.B. die Entwicklung neuer Analysenmethoden), untersuchen Reaktionen während der Verarbeitung eines Lebensmittels oder unterstützen die Entwicklung und Optimierung von Herstellungsverfahren.
Tätigkeitsbereiche
Lebensmittelchemiker können in der amtlichen Lebensmittelüberwachung, meist in Chemischen Untersuchungsämtern der Bundesländer, in der Umweltanalytik, als freiberufliche Lebensmittelchemiker z.B. in einem selbstständigen Handelslabor, in der Ernährungswirtschaft sowie in der Kosmetik- und Bedarfsgegenstände-Industrie tätig sein. Weitere Tätigkeitsbereiche ergeben sich in der chemischen oder pharmazeutischen Industrie.
Berwerbung und Studienstart
Der Studienbeginn ist jedes Jahr zum Wintersemester möglich. Die Bewerbung muss innerhalb der Bewerbungsfrist zwischen dem 01.06. und dem 15.07. eines jeden Jahres erfolgen. Die Bewerbungsunterlagen sind auf der Homepage unter
www.verwaltung.uni-hamburg.de/vp-1/3/33/bewerbung.html erhältlich. Fragen zum Antrag auf Zulassung an der Universität Hamburg beantwortet auch außerhalb der genannten Bewerbungsfristen das
Team für Zulassungsangelegenheiten des Zentrums für Studierende.
Kontakt und Ansprechpartner
Institut für Lebensmittelchemie
Universität Hamburg
Grindelallee 117
20146 Hamburg
Tel.: 040/42838-4357
Prof. Dr. Markus Fischer
Grindelallee 117, Zi. 651
Tel.: 040/42838-4357
markus.fischer@chemie.uni-hamburg.deDr. Angelika Paschke
Grindelallee 117, Zi. 543
Tel.: 040/42838-4353
angelika.paschke@uni-hamburg.de
Dr. Thomas Behrens
Martin Luther King-Platz 6, Zi. 004
Tel.: 040/42838-4173
thomas.behrens@chemie.uni-hamburg.de
Ansprechpartner bei Fragen zur Bewerbung:
Team für Zulassungangelegenheiten des Zentrums für Studierende
Frau Engst
Edmund Siemers-Allee 1, Zi. 108
Tel.: 040/72838-4099
(Mo-Do 14.00 - 15.00; Fr. 13.00-14.00 Uhr)