Der Studiengang Gesundheit
Geschichte des Studiengangs
Seit 1975 kann an der Universität Hamburg die Fachrichtung Gesundheit
für das „Lehramt an der Oberstufe - Berufliche Schulen"
studiert werden. Nach einer wechselvollen Geschichte ist der Studiengang
„Gesundheit" nun zusammen mit anderen beruflichen Fachrichtungen am Institut
für Gewerblich-Technische Wissenschaften im Fachbereich Chemie der
Universität Hamburg angesiedelt. Seit Sommer 1996 ist Frau Univ.-Prof.
Dr. med. Mühlhauser die verantwortliche Koordinatorin für diesen
Studiengang.
Hier kann man sich über den Studiengang auf den Seiten der Universität Hamburg informieren:
»
siehe offizielle Angaben der Universität
Studienvoraussetzungen
Wer in Hamburg Gesundheit studieren möchte, muss neben der Allgemeinen
Hochschulzugangsberechtigung eine abgeschlossene
Ausbildung im Berufsfeld "Gesundheit" nachweisen können. Alternativ
kann ein einjähriges Praktikum anerkannt werden. Genauere Informationen
darüber stellt das Zentrale Prüfungsamt für die Lehramtsprüfungen ZPLA zur Verfügung. Zugelassen
werden Studierende nur noch zum Wintersemester des jeweiligen Jahres.
Bewerbungsfrist ist der 15. Juli.
Für die Lehramtsausbildung der Staatsexamensstudiengänge sowie das 2. Staatsexamen ist weiterhin das
Lehrerprüfungsamt zuständig.
Bachelor-/Masterstudium
Seit dem Wintersemester 2007/2008 wurden alle Lehrstudiengänge auf den Bachelor-/Masterabschluss umgestellt. Für die Bachelorphase beträgt die Regelstudienzeit 6 Semester. In dieser Zeit müssen 100 Leistungspunkte erworben werden, die sich auf 90 Punkte in den einzelnen Modulen und 10 Punkte für die Bachelorabschlußarbeit aufteilen.
Neben der Fachwissenschaft werden noch Erziehungswissenschaft und ein zweites Unterrichtsfach studiert.
Als zweites Unterrichtsfach können Biologie, Chemie, Deutsch,
Englisch, Evangelische Religion, Geschichte, Mathematik, Physik, Informatik,
Sozialwissenschaften oder Sport gewählt werden.
In der Erziehungswissenschaft werden Veranstaltungen zur Berufspädagogik,
Didaktik, Allgemeinen Erziehungswissenschaft und Pädagogischen Psychologie
besucht.
Die anschließende Masterphase beträgt 4 Semester, die ein halbjährliches Kernpraktikum beinhalten. Nach dieser ersten Phase der Lehrerausbildung folgt in Hamburg
das 18monatige Referendariat, die Länge der Referendariatszeit kann je nach Bundesland variieren. Die Vergabe der Referendariatsplätze erfolgt anhand der Abschlußnoten und nicht anhand des gewählten Unterrichtsfaches. Anschließend
haben die AbsolventInnen die Lehrbefähigung, die ihnen erlaubt, an Berufsbildenden
Schulen (Sekundarstufe II) zu unterrichten.
Das Bachelorstudium schließt mit einem Bachelor of Science ab , dieser befähigt nicht für die Ausübung einer Lehrtätigkeit an Schulen. Mit dem Bachelorabschluß ist man qualifiziert für eine Berufstätigkeit im Bereich der Patientenschulung und -beratung.
Studieninhalte
Der Studiengang Gesundheit zeichnet sich durch seinen interdisziplinären
Ansatz aus. Dabei wird ein breites Spektrum gesundheitswissenschaftlicher
Aspekte für die einzelnen Lehrinhalte thematisiert. In den Grundveranstaltungen
entscheidet bei der Auswahl der Inhalte die Relevanz für eine spätere
fachwissenschaftliche Kompetenz im Einsatzbereich Schule. In den weiterführenden
Lehrveranstaltungen werden Themen in unterschiedlichen Vertiefungsgebieten
(Geriatrie, Psychiatrie usw.) behandelt. Ziel aller Veranstaltungen ist
die Entwicklung der Fähigkeit zur kritisch inhaltlichen Auseinandersetzung
mit gesundheitlichen Themen. Besonderer Wert wird auf die Art der Durchführung
der einzelnen Veranstaltungen gelegt. Die Veranstaltungen werden didaktisch-methodisch
so aufbereitet, dass im lernspychologischen Sinne optimal gelernt werden
kann. Dazu gehört der Einsatz multimedialer Methoden ebenso wie die
Literaturanalyse auf der Grundlage neuester internationaler wissenschaftlicher
Untersuchungen.
» Vorlesungsverzeichnisse
» Kriterien zum Erwerb eines
Leistungsnachweises durch schriftliche Hausarbeit im Fach Gesundheit
Schulische Einsatzbereiche
Mögliche schulische Einsatzbereiche sind so vielfältig wie das
Berufliche Schulwesen selbst.
Die AbsolventInnen arbeiten an unterschiedlichen Schultypen
- hierunter werden die klassischen Berufsbildenden Schulen, die Ausbildungen
im dualen System beinhalten, sowie Fachoberschulen, Berufsfachschulen, Berufsaufbauschulen
usw., also die Gesamtbreite der staatlich geregelten Beruflichen Bildung
verstanden.
Die Unterrichtstätigkeit bezieht sich auf alle Unterrichtsfächer
mit gesundheitlichem Bezug. Die Fächer beinhalten dabei medizinische,
biologische, präventive, rehabilitative, technische, pädagogische
und pflegerische Aspekte von Gesundheit.
Derzeit werden von den AbsolventInnen dieses Studienganges in Hamburg folgende
SchülerInnen im dualen System unterrichtet:
| Ärztliche Assistenz |
Pflege |
Sozialpädagogik |
Handwerk |
Medizinische Fachangestellte
Zahnmedizinische Fachangestellte
Tiermedizinische Fachangestellte |
AltenpflegerInnen
AltenpflegehelferInnen
KinderpflegerInnen |
ErzieherInnen |
ZahntechnikerInnen |
Staatsexamen
Der Studiengang wurde durch das Bachelor/Masterstudium ersetzt. Das Studium wird in einer Regelstudienzeit von 9,5 Semestern mit dem ersten
Staatsexamen abgeschlossen. Nach dieser ersten Phase der Lehrerausbildung folgt
das 24monatige Referendariat an den Studienseminaren der Bundesländer,
das mit dem zweiten Staatsexamen endet. Nach dieser zweiten Phase der Lehrerausbildung
haben die AbsolventInnen die Lehrbefähigung, die ihnen erlaubt, an Berufsbildenden
Schulen (Sekundarstufe II) zu unterrichten.
Bei Einstellung in den öffentlichen Dienst erfolgt die Vergütung
je nach Vertrag (Angestellten- oder Beamtenstatus) nach entsprechender Eingruppierung
in BAT II oder A 13-Tarif.