MIN-Fakultät - Department Chemie - Gesundheitswissenschaften

 
 

 
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Drittmittel-geförderte Forschungsprojekte
der Arbeitsgruppe Univ.-Prof. Dr. med. I. Mühlhauser und MitarbeiterInnen


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Entwicklung und Evaluation einer Praxisleitlinie zu freiheitseinschränkenden Maßnahmen in Alten- und Pflegeheimen

Laufzeit: 1. 4. 2007 - 31. 3. 2010

Kooperationspartner:

  • Prof. Dr. phil. Gabriele Meyer, Universität Witten-Herdecke, Professur für Klinische Pflegeforschung
  • Prof. Dr. med. Doris Bredthauer, Fachhochschule Frankfurt/Main, Professur für Case Management und barrierefreies Leben
  • Dr. phil. Petra Koczy, Robert-Bosch-Krankenhaus Stuttgart, Abteilung Geriatrie
  • Prof. Dr. jur. Thomas Klie, Evangelische Fachhochschule Freiburg, Professur für öffentliches Recht und Verwaltungswissenschaften, Arbeitsschwerpunkt Gerontologie und Pflege
  • Dr. rer. nat. Burkhard Haastert, Biometriker, mediStatistica, Düsseldorf
  • Arbeitsgruppe Schutz und Freiheit der Pflegekonferenz Wandsbek, Hamburg


Beschreibung: Vorangegangene Projekte haben bestätigt, dass mechanische freiheitseinschränkende Maßnahmen und psychotrope Medikamente mit potentiell freiheitseinschränkender Wirkung zur Routineversorgung in Alten- und Pflegeheimen gehören. Es wurden ausgeprägte Unterschiede zwischen den Einrichtungen dokumentiert. Da sich freiheitseinschränkende Maßnahmen ohne unerwünschte Wirkungen wie vermehrte Stürze und sturzbedingte Verletzungen reduzieren lassen, ist eine Intervention dringlich angezeigt, die auf den nachhaltigen Verzicht freiheitseinschränkender Maßnahmen ausgerichtet ist. Studien mit aufwändigen Programmen zur Reduktion von Maßnahmen haben kürzlich nur geringe bzw. keine Effekte gezeigt.
Eine Evidenz-basierte Praxisleitlinie kann ein wirkungsvolles Instrument zur Überwindung von Praxisvariationen und zur Förderung wissenschaftsbasierter Versorgungsprozesse und somit zur Reduktion freiheitseinschränkender Maßnahmen sein. Ziel der Studie ist es demnach, eine Praxisleitlinie zu entwickeln, die nachhaltig wirksam und sicher freiheitseinschränkende Maßnahmen reduzieren kann und die derzeitig vorhandenen, ausgeprägten Zentrumsunterschiede wirksam zu reduzieren vermag. Nach internationalen Kriterien für die Entwicklung von Praxisleitlinien wird eine multiprofessionelle Leitlinienentwicklungsgruppe die Leitlinie erstellen. Die Evaluation der Wirksamkeit und Sicherheit der Praxisleitlinie erfolgt anschließend im Rahmen einer Cluster-randomisierten, kontrollierten Studie mit 36 Hamburger und Bremer Alten- und Pflegeheimen.


Drittmittelgeber: Bundesministerium für Bildung und Forschung

Ansprechpartner:
Dr. phil. Sascha Köpke
Sascha.koepke@uni-hamburg.de
Anja Gerlach ( MScN)
Anja.Gerlach@uni-hamburg.de