Drittmittel-geförderte Forschungsprojekte
der Arbeitsgruppe Univ.-Prof. Dr. med. I. Mühlhauser und MitarbeiterInnen
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Wissenschaftliche Begleitung der Pflegestützpunkte in Hamburg
Laufzeit: 1. 11. 2009 - 30. 11. 2010
Kooperationspartner: Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, Institut für Medizinsoziologie, Dr. Hanneli Döhner (http://www.uke.de/institute/medizin-soziologie/index_62722.php) link
Beschreibung: Pflegestützpunkte sind Beratungsstellen, die gemeinsam von den Kranken- und Pflegekassen sowie den Ländern getragen werden. Pflegestützpunkte beraten und unterstützen hilfe- und pflegebedürftige Menschen und ihre Angehörigen zu allen Fragen rund um das Thema Pflege, unabhängig von der Kassenzugehörigkeit oder dem Bezug von Sozialleistungen.
Die Inanspruchnahme der Pflegestützpunkte und deren Bedarfsbemessung werden wissenschaftlich begleitet. Eine systematische Evaluation ist notwendig, um eine adäquate Umsetzung und Weiterentwicklung der Pflegestützpunkte zu ermöglichen sowie Impulse für die weitere Gestaltung dieses wichtigen Versorgungssektors zu erhalten. Die wissenschaftliche Untersuchung soll die Entscheidungsgrundlagen für eine bedarfsorientierte Verteilung, Anzahl und Ausstattung der Pflegestützpunkte liefern.
Das Projekt ist in drei Teilstudien gegliedert: Evaluation auf Anbieterseite, Evaluation auf Nutzerseite sowie Evaluation des Pflegestützpunktes für Kinder und Jugendliche am „Beratungszentrum Sehen-Hören-Bewegen-Sprechen“, bei denen unterschiedliche Methoden zum Einsatz kommen:
- Dokumentenanalysen (Auswertung der Dokumentationen der Pflegestützpunkte)
- Qualitative Experteninterviews mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Pflegestützpunkte
- Gesprächsrunden mit Vertretern aller Beteiligtengruppen (Mitarbeitern bei Pflegestützpunkten, Bezirk, Kassen, BSG sowie Nutzerinnen und Nutzern)
- Schriftliche Befragung bei den (potenziellen) Nutzerinnen und Nutzern der Pflegestützpunkte
In der Teilstudien-übergreifenden zusammenfassenden Bewertung zum Bedarf an Pflegestützpunkten werden Aussagen vorgenommen zu:
- dem Vergleich zwischen den von Nutzern erwarteten und den laut Dokumentation angebotenen Rahmenbedingungen (z.B. Zugangswege, zeitlicher Rahmen, usw.)
- dem Vergleich zwischen den von Nutzern erwarteten Leistungen und den laut Dokumentation erbrachten Leistungen (z.B. Themenschwerpunkte der Beratung)
- dem Vergleich zwischen den von Nutzern erwarteten Leistungen und den von Nutzern berichteten Leistungen
(z.B. Themenschwerpunkte der Beratung)
- dem Vergleich zwischen den Nutzern berichteten Leistungen und den laut Dokumentation erbrachten Leistungen
(z.B. Schwerpunkte der Beratung)
- dem Verhältnis von fallbezogener Informations-, Beratungs- und Case Management-Tätigkeit und Netzwerkarbeit (Care Management)
- dem Verhältnis von vorhandener Kapazität und gegenwärtiger und zu erwartender Nachfrage
- der Angemessenheit der Anzahl, der Ausstattung und der Standorte der PSP
- dem Bedarf anzusätzlicher spezifischer Beratungskapazität im Sinne des SGB XI in einem PSP für Kinder und Jugendliche, angebunden an das Beratungszentrum
Drittmittelgeber: Behörde für Soziales, Familie, Gesundheit und Verbraucherschutz - BSG
(http://www.hamburg.de/bsg / http://www.hamburg.de/pflegestuetzpunkte/)
Den Abschlussbericht der wissenschaftlichen Begleitung finden Sie unter:
http://www.hamburg.de/pflegestuetzpunkte/1077200/pflegestuetzpunkte.html
Ansprechpartner:
Dr. phil. Sascha Köpke
Sascha.Koepke@uni-hamburg.de
Anja Gerlach ( MScN)
Anja.Gerlach@uni-hamburg.de