MIN-Fakultät - Department Chemie - Gesundheitswissenschaften

 
 

 
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Drittmittel-geförderte Forschungsprojekte
der Arbeitsgruppe Univ.-Prof. Dr. med. I. Mühlhauser und MitarbeiterInnen


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Erstellung und wissenschaftliche Evaluation einer Verbraucherbroschüre zu Osteoporose

Laufzeit: 1. 5. 2010 - 28. 2. 2011

Beschreibung: Die Erstellung und wissenschaftliche Begleitevaluation einer evidenzbasierten Verbraucherinformation zur Prävention Osteoporose-assoziierter Frakturen dient als Grundlage der Entscheidung über Früherkennung und nicht-pharmakologische und pharmakologische präventive Interventionen. PatientInnen und VerbraucherInnen im Gesundheitswesen haben einen Anspruch auf evidenzbasierte Information zu präventiven, diagnostischen und therapeutischen Optionen. Dies gilt insbesondere bei Präventionsangeboten, da hier Gesunde durch diagnostische und präventive Interventionen als behandlungsbedürftig definiert werden. Osteoporose ist in den letzten Jahren zu einem viel diskutieren Thema geworden. Auch in Deutschland wurde durch Kampagnen versucht, ein öffentliches Bewusstsein für das Gesundheitsrisiko Osteoporose zu schaffen. Die verfügbaren Verbraucherinformationsbroschüren diverser Anbieter sind jedoch nicht geeignet, partizipative Entscheidungsfindung zu fördern. Die Entwicklung eines wissenschaftsbasierten, unabhängigen und verständlichen Informationsangebotes ist dringend geboten.

Ziel des Vorhabens
Erstellung und Pilotierung einer evidenzbasierten Information für VerbraucherInnen zur Prävention Osteoporose-assoziierter Frakturen. Die Information hält die folgenden Module vor:

  • Die Abschätzung des persönlichen Lebenszeitrisikos für Osteoporose und deren Folgen,
  • Geschlechtsrollenaspekte  und Osteoporose
  • Risiko unter besonderen Konstellationen (z.B. Einnahme von Kortison, Therapie-bedingte Immobilisierung bzw. Bettruhe),
  • Wechseljahre
  • Genauigkeit, prädiktive Fähigkeit und Nutzen / fehlender Nutzen / Schaden von Früherkennungsuntersuchungen,
  • Nutzen / fehlender Nutzen / Schaden nicht-medikamentöser, verhaltensorientierter präventiver Interventionen (z.B. Einstellen des Rauchens, körperliche Aktivität, Calciumaufnahme über die Ernährung),
  • Nutzen / fehlender Nutzen / Schaden präventiv-medikamentöser Ansätze (z.B. Calcium und Vitamin D).

Methodische Schritte

  • Systematische Literaturrecherche nach internationalen und nationalen systematischen Übersichtsarbeiten, Leitlinien und HTA-Reports in englischer und deutscher Sprache in der Datenbank Medline (via PubMed) und der Cochrane Library, HTA- und Leitliniendatenbanken,
  • Überprüfung der Validität der identifizierten Literatur anhand anerkannter Qualitätskriterien,
  • Datenextraktion und Anfertigen einer Übersicht,
  • Aufbereitung der Daten für die Kommunikation mit Verbrauchern unter Berücksichtigung der Kriterien für evidenzbasierte, für Verbraucher angemessene Risikokommunikation,
  • Evaluation der Verbraucherinformation in Fokusgruppen mit 40 Vertretern der Zielgruppe als Teil der Informationserstellung,
Aufbereitung der Information als Broschüre für Versicherte der Barmer Ersatzkasse.



Drittmittelgeber: Barmer GEK



Ansprechpartner:
Univ.-Prof. Dr. med. Ingrid Mühlhauser
Ingrid_Muehlhauser@uni-hamburg.de