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Drittmittel-geförderte Forschungsprojekte der Arbeitsgruppe Univ.-Prof. Dr. med. I. Mühlhauser und MitarbeiterInnen << zurück zur Übersicht RightTimePlaceCare - Demenzversorgung in Europa Im RightTimePlaceCare Projekt innerhalb des 7. Rahmenprogramms der EU arbeiten wissenschaftliche Einrichtungen aus acht Ländern – namentlich Deutschland, England, Estland, Finnland, Frankreich, Niederlande, Schweden und Spanien – seit Januar 2010 an dieser Fragestellung. In Deutschland wird das Projekt an den Universitäten Hamburg und Witten/Herdecke durchgeführt. Die Koordination des Gesamtprojektes hat die Universität Witten/Herdecke. Das Projekt untersucht die Bedingungen, die erfüllt sein müssen, um die bestmögliche Pflege, Versorgung und Unterstützung am bevorzugten Wohnort gewährleisten zu können und ein optimales Verhältnis von Wohlergehen von Menschen mit Demenz und ihren pflegenden Angehörigen bei gesellschaftlich akzeptablem Kostenverhältnis zu erreichen. Es gilt Antworten auf die Fragen zu finden, welche Unterstützungsangebote die häusliche Pflege entlasten und wann und unter welcher Voraussetzung die Versorgung im Heim das angemessene Angebot darstellt. Der Vergleich der Demenzversorgung in Ländern aus Nord-, West-, Ost- und Südeuropa eröffnet neue Lern- und Austauschmöglichkeiten. RightTimePlaceCare besteht aus sechs Arbeitspaketen: Arbeitspaket 1 und 6 sind dem Management sowie der Dissemination und Öffentlichkeitsarbeit gewidmet. Das Arbeitspaket 2 dient der Beschreibung und dem Vergleich der Gesundheits-, Sozialversorgungs- und Wohlfahrtssysteme, Selbsthilfe und Unterstützungsangebote für Menschen mit Demenz und ihre pflegenden Angehörigen sowie der Beschreibung der Kommunikation an der Schnittstelle häusliche/institutionelle Langzeitpflege und -versorgung. Zu diesem Zweck wurden umfangreiche Literaturanalysen und Experteninterviews durchgeführt. Im Herbst 2011 werden Fokusgruppen initiiert. Im Arbeitspaket 3 und 4 werden Befragungen vom Menschen mit Demenz und ihren pflegenden Angehörigen in den beiden Settings Häuslichkeit und Pflegeheim durchgeführt. Ziel ist es, eine möglichst dichte Beschreibung der Lebensumstände, des Gesundheitszustandes und der sozioökonomischen Bedingungen, der in Anspruch genommenen Serviceleistungen und Unterstützungsangebote von Menschen mit Demenz und ihren pflegenden Angehörigen zu erhalten. Im Arbeitspaket 5 werden alle Informationen zusammen geführt, um Best-Practice-Strategien abzuleiten. Diese gilt es, Entscheidungsfindern im Gesundheitswesen auf nationaler und europäischer Ebene darzulegen. An der Universität Hamburg werden im Rahmen des Arbeitspaketes 3 Interviews mit Menschen mit Demenz, deren Angehörigen sowie Pflegenden in der stationären und ambulanten Pflege durchgeführt.
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