Institut für Anorganische und Angewandte Chemie
Martin-Luther-King-Platz 6
20146 Hamburg
|
|
Geschäftsführung
Direktor: Prof. Dr. M. Fröba
Vertreter: Prof. Dr. J. Heck
Geschäftszimmer
Raum 113 (AC 1. Stock)
Frau Susemihl
Sprechzeiten: Mo - Do 10 - 12 Uhr
Tel.: 040 / 42838 - 3101, Fax.: - 2882
E-Mail: susemihl@chemie.uni-hamburg.de
oder gd-ac@chemie.uni-hamburg.de |
Allgemeiner Überblick
Im Institut für Anorganische und Angewandte Chemie arbeiten gegenwärtig 11 Gruppen an grundlegenden und anwendungsorientierten Problemen der Analytik, Bioanorganik und der Materialwissenschaften.
Auf unseren Seiten werden die Forschungsaktivitäten der Arbeitsgruppen von Prof. Dr. U. Behrens, Prof. Dr. J.A.C. Broekaert, Prof. Dr. P. Burger, Prof. Dr. M. Fröba, Dr. E. Haupt, Prof. Dr. J. Heck, Prof. Dr. C. Herrmann, Dr. F. Hoffmann, Priv. Doz. Dr. F. Olbrich, Prof. Dr. M. Prosenc, Prof. Dr. D. Rehder und Dr. M. Steiger skizziert.
Die Arbeitsgruppen verfügen über ein breites Spektrum komplementärer und sich ergänzender apparativer Methoden. Sie werden bei ihren Arbeiten unterstützt durch die Werkstatt der Glasbläser und verschiedene andere Service-Einrichtungen.
Im Bereich der Lehre engagiert sich neben den Arbeitsgruppenleitern Dr. F. Meyberg (Lehrerausbildung).
Entpflichtete und in den Ruhestand versetzte Professoren sind Prof. Dr. W. Dannecker (Professor seit 1982; Umwelt- und Spurenanalytik), Prof. Dr. R. Nast (1961-1977; Koordinationsverbindungen, insbesondere Cyano- und Alkinylokomplexe) und Prof. Dr. E. Weiss (1965-1991; Alkalimetallalkyle, Carbonylkomplexe). Prof. Dr. A. Reller (1992-1999; jetzt Universität Augsburg) hatte wesentlichen Anteil an der Etablierung und Gestaltung des Bereiches Materialwissenschaften. Prof. Dr. H. tom Dieck (1978-1991; Arbeiten u.a. über Diazadienkomplexe), ehemaliger Geschäftsführer der Gesellschaft Deutscher Chemiker war bis zu seinem Ruhestand ebenfalls lange Jahre Mitglied des Instituts.
Forschungsschwerpunkte
Die aktuell betriebene Forschung, die die Zusammenarbeit mit international renommierten Großforschungseinrichtungen (u.a. DESY, GKSS, KFA-Jülich) einschließt, umfasst Bereiche der Grundlagen- und anwendungsbezogenen Forschung, mit vielen Schnittstellen zwischen diesen beiden Ausrichtungen.
Hochleistungsanalytik
Dieses Gebiet unterteilt sich in angewandte Umweltanalytik und Spurenanalytik mittels radiochemischer Methoden. Die Arbeiten beschäftigen sich mit grundsätzlichen Problemen der Probenahme, der Entwicklung und Durchführung von Messverfahren zur Charakterisierung von Umweltproben, der Kalibrierung und Modellierung von Quellen und Transportmechanismen von Schadstoffen, und mit der Erarbeitung von Modellsystemen und der Optimierung von Auswerteverfahren. Auf dem Gebiet der Hochleistungsanalytik werden Wasserqualität geprüft, Schadstoffe an Müllverbrennungsanlagen bilanziert, stark belastete Böden und Flüsse untersucht sowie umweltbedingte Gebäudeschädigungen aufgeklärt.
Materialwissenschaften und Bioanorganik
Hier ist das Spektrum besonders breit gefächert. Auf dem Gebiet der Organometall- und Kordinationschemie reichen die Arbeiten von der Synthese und Strukturaufklärung der Verbindungen über theoretische Untersuchungen ihrer Elektronenstruktur bis hin zu hochspezifischen Metall-Ligand-Systemen, die für das Verständnis von Bindungskonzepten, für die Aufklärung homogen katalysierter Reaktionen oder aber für vertiefte Erkenntnisse von Lebensprozessen einschließlich des medizinischen Anwendungspotenzials wichtig sind. Neuere materialwissenschaftlich orientierte Arbeiten haben zum Ziel, sublimierbare und leicht zersetzbare Organometallverbindungen zu synthetisieren und bezüglich ihrer Verwertbarkeit für die Herstellung dünner, funktionaler Schichten zu testen. Ein weiteres Projekt im Bereich Organometallchemie umfaßt die Synthese von Donator-Akzeptorkomplexen mit dem Ziel, Materialien mit nichtlinear optischen Eigenschaften herzustellen. Ferner werden chirale Verbindungen der f-Elemente mit chiroptischen Methoden untersucht.
Die Darstellung und Charakterisierung metallfreier Systeme mit interessanten elektrischen und magnetischen Eigenschaften, sowie eine Anzahl von Projekten festkörperchemischer Natur werden in Hinblick auf physikalische und chemische Eigenschaften sowie thermodynamische und kinetische Parameter untersucht.
Technologietransfer-Aktivitäten
Der Bereich der Hochleistungsanalytik steht für die Bearbeitung von anorganisch-chemischen, umwelt- und spurenanalytischen Fragestellungen zur Verfügung. Gerade in der Bewertung des Zustandes von Baudenkmälern sind wir führend in Norddeutschland.
Auf dem Gebiet der Einkristall-Röntgenstrukturanalyse verfügt unsere Serviceabteilung über drei Computer-gesteuerte Einkristall- und ein Pulverdiffraktometer. Wir sind ein kompetenter Ansprechpartner für Strukturuntersuchungen, die z.B. zur Erhellung des Struktur-Wirkungs-Synergismus von Pharmawirkstoffen unerlässlich sind.
Zur Strukturaufklärung stehen ferner verschiedene spektroskopische Techniken mit der Kompetenz zur Projektplanung und Dateninterpretation zur Verfügung. Hierzu zählen unter anderem IR, Raman, UV/VIS, Multikern-NMR und ESR, sowie ein MCD/CD-Spektrometer zur Untersuchung der chiroptischen Eigenschaften chiraler Organometallkomplexe.
Im Institut stehen weiterhin ein modernes Isotopenlabor der Sicherheitsstufe B für radiochemische Untersuchungen, ein moderner Messplatz zur Bestimmung nicht linearer optischer Eigenschaften, ein Transmissionselektronenmikroskop und ein Gerät für die Thermoanalyse zur Erfassung thermodynamischer Daten unterschiedlicher Stoffe zur Verfügung.
Das weitgefächerte Know-how im Bereich der anorganischen Synthetik ermöglicht die Durchführung von umfangreichen Forschungs- und Entwicklungsaufträgen im Bereich der Festkörper-, der bioanorganischen- und der Komplexchemie (z.B. Katalysatoren für Oxidations- und Polymerisationsreaktionen).
Für einen ersten Kontakt ist der Geschäftsführende Direktor des Instituts jederzeit gerne Ihr Ansprechpartner.
|